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Unsichtbare Gefahr: Europas Dürre und ihre vielfältigen Bedrohungen

Dürre in Europa – Europas Wälder brennen, die Ernte verdorrt. Eine wachsende Bedrohung und die Notwendigkeit strategischer Lösungen. Diskussionsbeitrag mit Jörg Trübl, CEO der MABEWO AG aus Küssnacht am Rigi / Schweiz.

Während wir durch Europas malerische Landschaften reisen oder uns in urbanen Zentren niederlassen, mag die immense Bedrohung, die sich über uns ausbreitet, nicht auf den ersten Blick erkennbar sein. Doch hinter der idyllischen Kulisse lauert eine unsichtbare Gefahr, die sich in Form von Dürre manifestiert und weitreichende Konsequenzen für unser tägliches Leben birgt.  Ein alarmierender Bericht der europäischen Dürrebeobachtungsstelle, einer Institution der EU-Kommission, verdeutlicht die bedrohliche Situation: 

Fast die Hälfte des europäischen Kontinents ist von Dürre bedroht, auf 17 Prozent der Fläche hat der Zustand bereits alarmierende Ausmaße erreicht. Dieses Problem hat sich seit Anfang August 2022 verschärft, da anhaltender Niederschlagsmangel und Hitzewellen die Regionen heimsuchen. Die Konsequenzen sind verheerend – von Ernteausfällen bis hin zur Beeinträchtigung der Energieproduktion. Auch China kämpft mit ähnlichen Herausforderungen und leidet unter einem der heißesten und trockensten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn.

Expertenstimmen zur aktuellen Lage

Jörg Trübl, ein renommierter Umweltingenieur und CEO der schweizerischen MABEWO AG, weist darauf hin, dass die Auswirkungen der Dürre alarmierend sind und dringende Maßnahmen erfordern. “Europa und andere betroffene Regionen müssen koordiniert handeln, um den Wassermangel einzudämmen und die Landwirtschaft zu schützen”, so Jörg Trübl. Im Bereich der Themen Wasserressourcen, Umbau zur nachhaltigen Landwirtschaft und nachhaltige Energiegewinnung sind Innovationen und Technologien dringend notwendig. “Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn die Kraftwerke in Europa, die unseren Strom erzeugen, stillgelegt werden – nicht wegen technischer Defekte oder Wartungsarbeiten, sondern aufgrund eines Mangels an Wasser”, so Jörg Trübl. Die Dürre trifft nicht nur die Schifffahrt, sondern gefährdet auch den Betrieb von Stauseen, Atom- und Kohlekraftwerken. Diese essentiellen Energiequellen stehen im Fadenkreuz der Trockenheit und könnten Europa vor eine beispiellose Herausforderung stellen.

Die Dürrekatastrophen in Europa: Der Dürremonitor als Lösungsansatz

Europas Landwirtschaft steht vor einer enormen Herausforderung. Der Dürremonitor des European Drought Observatory (EDO), der meteorologische Daten, Bodenfeuchtigkeitsmessungen und Satellitenbilder analysiert, spielt eine Schlüsselrolle bei der Überwachung und Bewältigung der Dürrebedingungen. Durch modernste Technologien kann der Einfluss der Dürre auf die Landwirtschaft besser erkannt und minimiert werden.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Ein Teufelskreis aus Trockenheit

Die Dürre hat verheerende Folgen für Europas Landwirte. Pflanzen leiden unter Trockenstress, was zu geringerem Wachstum und minderer Ernte führt. Insbesondere Ackerkulturen wie Mais, Sojabohnen und Sonnenblumen sind stark betroffen. Die Auswirkungen sind nicht nur ökologischer, sondern auch ökonomischer Natur. Ernteausfälle erhöhen das Risiko von Insolvenzen und Betriebsaufgaben und gefährden die Ernährungssicherheit.

Wasserressourcen am Limit: Die indirekten Auswirkungen der Dürre

Nicht nur die Landwirtschaft leidet unter der Dürre. Sinkende Grundwasservorräte, ausgetrocknete Seen und niedrige Flusspegelstände belasten die Wasserressourcen. Dies wirkt sich auf verschiedene Sektoren aus, darunter die Schifffahrt und die Nahrungsmittelversorgung. Die Dringlichkeit des Handelns wird von Experten betont. Jörg Trübl gibt zu bedenken, dass, wenn alle denkbaren Faktoren zusammen, die für das Stromerzeugungssystem in Summe eine immense Belastung darstellen, kommen, Europa auf eine Katastrophe zusteuert. Die Kühlsysteme von Atomkraftwerken versagen bei niedrigen Flusspegelständen, Wasserkraftwerke operieren in Sparmodus, um Reserven zu schonen, und Kohlekraftwerke könnten durch ausgetrocknete Wasserstraßen von ihrem Brennstoff abgeschnitten werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Frankreich, einem Land, das stark auf Atomkraft setzt. Wartungen und die Schonung der Umwelt zwingen dazu, die Kapazitäten zu drosseln. Europa sieht sich mit einer Situation konfrontiert, in der die verbleibenden Kraftwerke auf Hochtouren laufen müssen, um den Bedarf zu decken, doch dies birgt wiederum die Gefahr, empfindliche Ökosysteme zu gefährden.

Die Dürregefahr wird weiter verschärft durch schwindende Gletscher und unzureichenden Schneefall. Sogar die als Sicherheitsnetz geltenden Stauseen in Norwegen sind nur zu 68 Prozent gefüllt – ein alarmierender Rückschlag von fast zehn Prozentpunkten im Vergleich zum üblichen Niveau. Jörg Trübl weiß, dass die wachsende Unsicherheit eine Vorbereitung auf unerwartete Ereignisse erfordert, sei es in Form von unvorhersehbarem Wetter oder auf dem europäischen Strommarkt.

Strategische Lösungen: Koordiniertes Management und Zusammenarbeit

Um die Auswirkungen der Dürre einzudämmen, bedarf es eines umfassenden und koordinierten Managements. Der Dürremonitor bietet Daten und Informationen, die bei der Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen helfen. Die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Landwirten und Wissenschaftlern ist entscheidend, um widerstandsfähige Strategien zu entwickeln. Effiziente Bewässerungsmethoden und Anbaupraktiken, die sich an die klimatischen Bedingungen anpassen, sind unabdingbar.

“Inmitten dieser Krise erkennen wir den dringenden Bedarf an einer Umstellung auf nachhaltige Energiequellen. Die Dürre unterstreicht die Verletzlichkeit unseres gegenwärtigen Energieerzeugungssystems und zwingt uns dazu, langfristige Lösungen zu finden”, so Trübl. Die MABEWO Unternehmensgruppe setzt auf erneuerbare Energien, mit der nicht nur eine widerstandsfähigere Energieinfrastruktur, sondern auch eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen geschaffen werden kann. Europa muss sich der Herausforderung der Dürre stellen und gleichzeitig den Umbau zur nachhaltigen Energiegewinnung vorantreiben, um eine ausgewogene Balance zwischen menschlichem Fortschritt und Naturerhaltung zu erreichen.

Mabewo AG - Bedarf an Nachhaltigen Energiequellen
Mabewo AG – Bedarf an Nachhaltigen Energiequellen

Die Dürre als eine gemeinsame Herausforderung und Chance

Die Dürre stellt Europa vor eine ernsthafte Bedrohung, die langfristige Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Gesellschaft haben kann. Doch sie birgt auch die Chance für eine verstärkte Zusammenarbeit und innovative Lösungen. Der Dürremonitor zeigt, dass ein besseres Verständnis der Dürrebedingungen und rechtzeitige Maßnahmen entscheidend sind, um Europas Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen und Wasserressourcen nachhaltig zu schützen.

V.i.S.d.P.:
Valentin Jahn
Blogger & Zukunftsforscher

 

Über den Autor:
Valentin Jahn ist Diplom-Soziologe mit technikwissenschaftlicher Richtung im Verkehrswesen (Studium an der Technischen Universität Berlin). Seit mehr als 10 Jahren in der Projektleitung „Digitalisierung“ und seit über 15 Jahren als Berater mit Schwerpunkt Mobilität (DB Bahn, Cisco, UBER, Gründer und Unternehmer Mobility Data Lab GmbH) beheimatet.

 

Kontakt:
MABEWO AG   
Chli Ebnet 3 
CH-6403 Küssnacht/Rigi   
Schweiz    
T +41 41 817 72 00  
info@mabewo.com

Vertreten durch Herrn Jörg Trübl

MABEWO Unternehmensgruppe -“Ein starkes Dach bündelt Kompetenz”:

Die MABEWO AG wurde im Jahr 2020 gegründet und ist ein Teil der MABEWO GRUPPE. Die MABEWO vereint unter ihrem Dach Unternehmen, die an der Entwicklung und dem Betrieb von nachhaltigen Produktionsverfahren arbeiten. Dabei setzt sie auf erneuerbare Energie und effiziente Verfahren, um wertvolle Ressourcen wie Land, Wasser und Nährstoffe zu schonen. Hier erfahren Sie mehr zur MABEWO AG

Pressekontakt:  

MABEWO AG
Andreas Engel   
Chli Ebnet 3
CH-6403 Küssnacht/Rigi  
Schweiz  
Telefon +41 41 817 72 00
E-Mail: presse@mabewo.com

 

Frequently Asked Questions (FAQs)

Wie wirkt sich die Dürre in Europa auf die Landwirtschaft aus?

Die anhaltende Dürre in Europa hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Der Wassermangel führt zu erheblichem Trockenstress bei den Pflanzen, was ihr Wachstum und ihre Entwicklung beeinträchtigt. Die geringere Verfügbarkeit von Wasser resultiert in einer geringeren Ernteleistung und somit in erheblichen wirtschaftlichen Verlusten für die Landwirte. Die Dürre hat auch indirekte Auswirkungen auf andere Sektoren wie die Schifffahrt und die Nahrungsmittelversorgung. Insgesamt führt die Dürre zu erheblichen landwirtschaftlichen Schäden und langfristigen negativen Auswirkungen auf die Agrarindustrie und die Ernährungssicherheit.

Wie kann die Landwirtschaft mit der Dürre umgehen?

Um die Auswirkungen der Dürre auf die Landwirtschaft zu minimieren, ist ein umfassendes und koordiniertes Management erforderlich. Der Dürremonitor spielt dabei eine wichtige Rolle, indem er Daten und Informationen bereitstellt, die bei der Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen helfen. Durch die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Landwirten und Wissenschaftlern können effektive Strategien entwickelt werden, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber Dürre zu machen. Dazu gehören die effiziente Bewässerung, die Nutzung von alternativen Bewässerungsmethoden und die Anpassung der Anbaupraktiken an die klimatischen Bedingungen.

Wie kann der Dürremonitor helfen, die Dürresituation in Europa zu überwachen?

Der Dürremonitor, ein Instrument zur Erfassung und Bewertung der Dürresituation, analysiert kontinuierlich meteorologische Daten, Bodenfeuchtigkeitsmessungen und Satellitenbilder, um die Dürrebedingungen in ganz Europa zu überwachen. Durch die Nutzung moderner Technologien kann der Einfluss der Dürre auf die Landwirtschaft besser erkannt und bewältigt werden. Der Dürremonitor liefert wichtige Informationen für die Planung von geeigneten Maßnahmen zur Bewältigung der Dürre und ermöglicht eine frühzeitige Reaktion auf mögliche Dürrekatastrophen. Durch die Transparenz der Dürresituation können Entscheidungsträger und Landwirte geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen der Dürre zu minimieren und die Landwirtschaft langfristig zu schützen.

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